Digitale Veranstaltungsreihe: Genome Editing – Chancen für Nachhaltigkeit und Innovationen

Datum:

  • Digitales Event 1 (Kalenderwoche 39 / 2020): “Neue Züchtungstechniken in Europa und im internationalen Handel – Regulierung, Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit”
  • Digitales Event 2 (Kalenderwoche 46 / 2020): “Beitrag der neuen Züchtungstechniken zur Erreichung der Klimaziele des Green Deal im Kontext der Farm-to-Fork-Strategie sowie der Biodiversitätsstrategie der Europäischen Kommission”

***Genaue Datum und Uhrzeit werden rechtzeitig bekannt gegeben***

Zusammen mit führenden Verbänden der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Deutschland lädt die Verbändeallianz Grain Club zum digitalen Austausch im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Genome Editing – Chancen für Nachhaltigkeit und Innovationen“ ein. Bei den einzelnen Veranstaltungen dieser Reihe stehen jeweils unterschiedliche Schwerpunkte im Zusammenhang mit neuen Pflanzenzüchtungstechniken im Fokus. Diese Techniken und ihre Bedeutung für eine nachhaltige Agrarproduktion werden, auch unter dem Begriff des Genome Editing, zunehmend in Wissenschaft und Öffentlichkeit diskutiert. Gemeinsam mit hochrangigen Experten aus Politik, Wissenschaft, wirtschaftlicher und landwirtschaftlicher Praxis sowie den Gästen der Veranstaltungen möchten wir diese Diskussionen aufgreifen, gesellschaftlich relevante Aspekte diskutieren und politische Akzente setzen.

Digitales Event 1:

Neue Züchtungstechniken in Europa und im internationalen Handel – Regulierung, Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit

Mit dem European Green Deal und der Farm-to-Fork-Strategie hat die EU-Kommission ihre Vision von einer nachhaltigeren Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion formuliert. Den innovativen Techniken in der Pflanzenzüchtung wird zugeschrieben, zu mehr Nachhaltigkeit im Agrarbereich beitragen zu können und Europa die Chance zu bieten, hier Maßstäbe zu setzen. Innovative widerstandsfähige Pflanzensorten können klimabedingte Ertragsrisiken mindern und helfen, Ressourcen zu schonen sowie Biodiversität zu erhalten. Damit wird auch die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln aus Europa gestärkt.

Doch wie soll ein angemessener europäischer Rechtsrahmen für den Einsatz des sogenannten Genome Editings, von Crispr/Cas9 und anderen neuen Züchtungstechniken aussehen? Wie lassen sich Innovationsfähigkeit, Verbraucherschutz, die Funktionsfähigkeit der internationalen Märkte und die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Agrar- und Ernährungssektors in Einklang bringen? Und wird das auf dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand der 1980er Jahre basierende EU-Gentechnikrecht den aktuellen Aufgaben und dem heutigen Wissensstand noch gerecht?

Diese und weitere offene Fragen sorgen für einen hohen Diskussionsbedarf. Aus Sicht der Agrar- und Ernährungswirtschaft birgt das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 25. Juli 2018 zu den neuen Pflanzenzüchtungstechniken unverhältnismäßig hohe Hürden für deren Einsatz in der Praxis. Die Folgen betreffen nicht nur Forschung und Pflanzenzüchtung, Pflanzenbau und Lebensmittelerzeugung in Europa, sondern auch Importe von Agrarprodukten aus anderen Regionen der Welt. 

Kleine und mittelständische Unternehmen aus dem EU-Raum ebenso wie große Industrieunternehmen könnten im internationalen Vergleich wirtschaftlich ins Hintertreffen geraten, Innovationen in Wissenschaft und Wirtschaft könnten erschwert werden. Wenn der europäische Wirtschaftsraum sich darüber hinaus von internationalen Handelsströmen abschottet, weil dort pflanzliche Produkte im Umlauf sein könnten, die auf neue Züchtungstechniken zurückgehen, dann schadet dies langfristig der Wettbewerbsfähigkeit.

Veranstaltungsprogramm

  • Publikumsumfrage
  • Begrüßung und Einführung
  • Politischer Impuls
  • Fachvortrag aus der Wissenschaft
  • Fragen aus dem Publikum und Antworten der ReferentInnen
  • Expertengespräch 
  • Diskussion unter Berücksichtigung der Fragen aus dem Publikum
  • Publikumsumfrage

Digitales Event 2:

Beitrag der neuen Züchtungstechniken zur Erreichung der Klimaziele des Green Deal im Kontext der Farm-to-Fork-Strategie sowie der Biodiversitätsstrategie der Europäischen Kommission

Das Veranstaltungskonzept wird zurzeit entwickelt.

 


Die Veranstaltungen werden live gestreamt und aufgezeichnet. Im Anschluss stehen sie auf YouTube zum Abruf zur Verfügung.